Schulalltag in Hohenschwangau – Wunsch trifft Realität

Montagmorgen: Ich fahre gemütlich mit dem Auto zur Schule und parke ganz entspannt auf dem großzügigen Parkplatz, auf dem genug Platz für alle ist, weshalb ich dort sorglos wie jeden Morgen mein Auto abstelle. Danach gehe ich noch auf die Toilette, wo ich mich zwischen einer frischen Handtuchrolle und Einwegtüchern zum Händeabtrocknen entscheiden kann.

Nach den ersten drei Stunden ist dann endlich Pause. Es regnet zwar, aber das ist nicht schlimm, da uns draußen wunderbare Unterstände zur Verfügung stehen, die uns vor dem Regen schützen. Ich gehe also raus und verbringe meine Pause an der frischen Luft.

Später, in der Mittagspause, überlege ich, was ich gerne essen möchte. Ich habe zwar die Möglichkeit, mit dem Auto nach Füssen oder zum REWE zu fahren, aber das muss ich gar nicht, denn gleich neben der Mensa gibt es noch einen kleinen Verkaufsstand, an welchem ich mir heute ein leckeres Sandwich kaufe. Weil es mich durstig gemacht hat, überlege ich nun, mich zu erfrischen. Auch hier stehen mir wieder verschiedene Möglichkeiten offen: Entweder am Wasserspender meine Flasche aufzufüllen oder mir am Getränkeautomaten etwas zu kaufen. Dieser wird mehrmals wöchentlich aufgefüllt, um uns Schülern immer eine Getränkeauswahl zu bieten.

In einer späteren Freistunde gehe ich erneut runter zu den Automaten, um mir einen kleinen Snack für zwischendurch und am Kaffeeautomaten noch einen Kaffee zu kaufen, um wieder etwas fitter zu werden. Danach setze ich mich in den Silentiumraum, weil ich gleich für ein anstehendes Referat recherchieren möchte, was super funktioniert, da ich einfach das Schul-Wlan dafür nutzen kann.

Obwohl dieser Tag so stressfrei verläuft, bekomme ich leider Kopfschmerzen und möchte mich abmelden. Dank des TAN-Verfahrens ist dies sehr unkompliziert, da ich mich einfach für die Stunde, welche ich heute noch gehabt hätte, abmelden kann. Und so fahre ich wieder nach Hause, freue mich aber trotz der Kopfschmerzen schon auf den nächsten tollen Schultag!

Montagmorgen: Ich fahre pünktlich mit dem Auto von Zuhause los, um nicht zu spät zum Unterrichtsbeginn zu kommen und dann wieder einmal das übliche Problem…

Schülerparkplatz an einem gewöhnlichen Schultag

Der Schülerparkplatz ist schon voll und mir bleibt nichts anderes übrig, als einige Schüler zuzuparken. Das ärgert mich nicht nur, weil ich dann im Laufe des Tages wieder umparken muss, damit meine Mitschüler rausfahren können, sondern auch, weil es durch den überfüllten Parkplatz schon häufiger zu kleineren Unfällen kam.

Im Schulhaus angekommen möchte ich schnell noch auf die Toilette gehen. Und wieder einmal sind bereits in der Früh die Handtuchrollen aufgebraucht und nass. Da ich mir aber natürlich trotzdem die Hände waschen möchte, bleibt mir nichts anderes übrig, als mit feuchten Händen herumzulaufen, was ich persönlich ziemlich unangenehm und sehr ärgerlich finde.

Aufgebrauchte Handtuchrolle in der Damentoilette

Nach den ersten drei Stunden ist dann endlich Pause. Heute haben wir allerdings Pech, da es ziemlich stark regnet. Draußen gibt es keine Möglichkeit, sich unterzustellen, darum bleibe ich lieber drinnen, als nass zu werden.

Später, in der Mittagspause, habe ich Hunger und möchte gerne etwas essen. Blöderweise gibt es in der Mensa heute etwas, was mir nicht schmeckt. Also überlege ich, wo ich sonst noch essen besorgen könnte. Am naheliegendsten wäre der Imbiss, jedoch gibt es dort wenig Auswahl und auf Pommes habe ich keine Lust. Zum Glück bin ich heute mit dem Auto zur Schule gekommen, deshalb könnte ich mir auch aus Füssen etwas zu essen holen. Weil ich aber nur 45 Minuten Pause habe, würde ich es nicht schaffen, meine Bestellung schnell genug abzuholen und zu essen, ohne den Unterrichtsbeginn zu verpassen. Meine letzte Möglichkeit ist also eine Fahrt zum REWE, um mir dort etwas zu kaufen.

Nach weiteren Schulstunden ist mein Getränk leer und ich mache mich auf den Weg, um etwas Neues zu holen. Mein erster Stopp ist der Wasserspender: Da ich ja eine Flasche dabei habe, würde ich diese nun gern auffüllen. Dann fällt mir allerdings auf, dass dieser vor einer Weile aufgrund der coronabedingten Hygienemaßnahmen außer Betrieb gesetzt wurde. Ärgerlich, aber ich denke mir nur halb so wild, da ich mir ja auch einfach etwas am Automaten kaufen kann… doch falsch gedacht. Im Automaten gibt es wie so oft keine Getränke mehr und ich gehe mal wieder leer aus.

Snackautomat in der Pausenhalle

Neben Getränken gibt es heute leider auch keine kleinen Snacks mehr im Automaten, auf welche ich mich in der Freistunde, die ich gleich habe, so gefreut habe. Um mir die Zeit dann trotzdem zu vertreiben und sie sinnvoll zu nutzen, überlege ich mir, gleich mal für das Referat, das ich in ein paar Tagen halten muss, zu recherchieren. Aber das geht nicht, da ich an der Schule mit meinem Handy beinahe keinen Empfang habe und somit nicht ins Internet komme. Wie nervig!

Später bekomme ich dann auch noch Kopfschmerzen und würde mich gerne abmelden. Aber leichter gesagt als getan, da im Sekretariat so spät keiner mehr da ist und ich mich mit dem TAN-Verfahren nur für den kompletten Schultag krankmelden kann und nicht nur für eine Stunde. Da mir keiner weiterhelfen kann, fahre ich nach Hause und beschließe, mich am nächsten Tag einfach für den kompletten Montag krankzumelden, um keine unentschuldigten Fehlstunden zu erhalten.

Nach so einem Tag freue ich mich sehr auf Zuhause.

Hand aufs Herz – Unser Gymnasium ist echt toll und wir freuen uns, hier zur Schule gehen zu dürfen. Natürlich sind die oben beschriebenen Szenarien übertrieben dargestellt und sollen auch nichts kritisieren. Stattdessen sollen sie als Denkanstöße verstanden werden, welche die Schule gerade für Oberstufenschüler noch attraktiver machen würden.

Hier habe ich für euch noch einmal übersichtlich die von meinen Mitschülern am häufigsten genannten Probleme und unsere jeweiligen Verbesserungsvorschläge zusammengefasst:

ProblemVerbesserungsvorschlag
zu kleiner Parkplatz– Vergrößerung
– Hotels nebenan um Parkplätze bitten (gegen Gebühr)
aufgebrauchte Handtuchrollen– zusätzlicher Papiertuchspender
– zweite Handtuchrolle
– Lufttrockner
keine Unterstände im Freien– Bau kleiner Holzunterstände (evtl. im Rahmen eines P-Seminars)
fehlende Versorgung– zusätzliche Automaten (v.a. für Getränke)
– zweiter Pausenverkauf in der Mittagspause
kein Internetempfang– offenes Wlan
– PIN-Ausgabe für temporäres Wlan
TAN-Verfahren– Möglichkeit zur Abmeldung für Einzelstunden
– Möglichkeit zur Abmeldung nach 8:30 Uhr