{"id":843,"date":"2024-06-29T11:52:38","date_gmt":"2024-06-29T09:52:38","guid":{"rendered":"https:\/\/insider.hogau.org\/?p=843"},"modified":"2024-06-29T11:55:24","modified_gmt":"2024-06-29T09:55:24","slug":"faszination-biathlon-ein-wettkampf-wochenende-mit-den-sportlern-des-asv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/insider.hogau.org\/index.php\/2024\/06\/29\/faszination-biathlon-ein-wettkampf-wochenende-mit-den-sportlern-des-asv\/","title":{"rendered":"Faszination Biathlon \u2013 ein Wettkampf Wochenende mit den Sportlern des ASV"},"content":{"rendered":"\n<p>Es ist Mittwoch, der 8. M\u00e4rz 2023. Wir Biathleten des Internats Hohenschwangau stehen im Keller des Internats vor einem grauen Waffenschrank, hier sind unsere Gewehre ordnungsgem\u00e4\u00df verwahrt. Die Waffen werden verschlossen in Tragetaschen aus dem Schrank genommen. Kurz kontrollieren wir die ben\u00f6tigten Begleitpapiere und nehmen die Munition in abgeschlossenen Metallkassetten mit. Auf dem Weg zum Bus begegnen wir zwei Internatskollegen. Sie klatschen ab. \u201eHaut rein!\u201c, lautet die gut gelaunte Aufforderung der Freunde. Sie werden das Wochenende bei ihren Familien verbringen, ausschlafen, Freunde treffen, ins Kino gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;F\u00fcr uns Biathleten wird das Wochenende anders ablaufen, ein Einzel- und zwei Sprintrennen stehen auf dem Programm. Die Trainingsgruppe Nesselwang bricht zum letzten Wettkampfwochenende der Saison auf, um mit drei Rennen an drei Tagen die Rennserie des Deutschlandpokals zu beenden.<br>Jeder Tag ist genau durchgetaktet, vom Fr\u00fchsport um 7:15 Uhr bis zur Bettruhe um 21:30 Uhr. Dem Sport wird fast alles untergeordnet \u2013 doch was treibt uns Sportler an?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aufbruch zum Wettkampf<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Hof des Internats steht der Teambus des Allg\u00e4uer Skiverbandes (ASV) schon bereit. Drumherum stapeln sich bunte Sporttaschen, Skis\u00e4cke und Athletenrucks\u00e4cke. Die Trainer Chris und Elena verladen zusammen mit uns Sportlern alles in den Bus. Trotz der Routine wird es eng. Es wird geschoben und umgeschichtet, bis auch die kleinste L\u00fccke im Bus genutzt ist. Die Gewehre kommen zum Schluss, sie sind ein empfindliches Gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Gruppe besteht an diesem Wochenende aus sieben Sportlern, die in drei verschiedenen Altersklassen antreten, und den beiden Trainern. Au\u00dferdem ist unser \u201cWachsler\u201c dabei. Er hei\u00dft Konrad und sorgt daf\u00fcr, dass die Ski bei allen Bedingungen gut laufen. Bei sonnigem Wetter geht es los Richtung \u201eGro\u00dfer Arber\u201c im Bayerischen Wald, gute vier Stunden Fahrt liegen vor uns.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Trainingstag<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach Fr\u00fchsport und Fr\u00fchst\u00fcck f\u00e4hrt unsere Gruppe am Donnerstag zum Hohenzollernstadion, alle sind gut gelaunt. Chris erf\u00fcllt uns sogar einige Musikw\u00fcnsche w\u00e4hrend der Fahrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Wettkampfort liegt direkt am Gro\u00dfen Arbersee und geh\u00f6rt zur Gemeinde Bayerisch Eisenstein. Das Gel\u00e4nde wird von B\u00e4umen eingerahmt, ist von einem breiten Loipennetz durchzogen und hat einen Kleinkaliberschie\u00dfstand mit gegen\u00fcberliegenden Trib\u00fcnen. Au\u00dferdem gibt es verschiedene Geb\u00e4ude mit Umkleiden, Sanit\u00e4ranlagen und Aufenthaltsbereichen. Die Strecken sind anspruchsvoll, es gibt lange, kr\u00e4ftezehrende Anstiege.<\/p>\n\n\n\n<p>Als wir ankommen, sind bereits verschiedene Teambusse aus anderen Regionen Deutschlands vor Ort. An den Logos und Schriftz\u00fcgen ist zu erkennen, aus welchen Bundesl\u00e4ndern sie stammen \u2013 Th\u00fcringen, Baden-W\u00fcrttemberg und Sachsen. Die Loipen sind frisch gespurt. Athleten sind in Gruppen oder einzeln beim Skaten auf der Strecke und am Schie\u00dfstand. Die Sonne scheint und es liegt reichlich Schnee \u2013 hier ist noch Winter.&nbsp; Das ASV-Team bekommt einen Container zugewiesen, dort kann die Ausr\u00fcstung w\u00e4hrend der n\u00e4chsten Tage aufbewahrt werden. Wir schleppen alles zum Container. Man trifft Biathleten aus anderen Verb\u00e4nden, tauscht sich aus und nat\u00fcrlich wird die Konkurrenz genau be\u00e4ugt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als erstes teilen sich die Trainer auf. Chris der Schie\u00dftrainer, sucht freie Schie\u00dfst\u00e4nde und stellt das Spektiv auf, um das Trefferbild seiner Sch\u00fctzlinge beurteilen zu k\u00f6nnen. Er gibt genaue R\u00fcckmeldungen an die einzelnen Sportler, damit das Gewehr perfekt auf den Schie\u00dfstand und die Windsituation eingestellt ist. Nach dem Anschie\u00dfen geht Elena mit uns Athleten auf die Loipe. Sie kennt ihre Sportler, jede und jeder bekommt genaue Anweisungen. Auch das Streckenprofil wird analysiert. Es folgt eine komplexe Trainingseinheit aus Laufen und Schie\u00dfen, dabei werden unterschiedlich lange Runden gelaufen. Nach knapp drei Stunden verl\u00e4sst unsere Gruppe das Gel\u00e4nde Richtung Hotel. Alle sind zufrieden mit dem heutigen Training.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Unterkunft liegt 20 Minuten vom Stadion entfernt im Ort Lam. Hier ist unser Team in einem Gasthof untergebracht. Die Betten sind bequem, die B\u00e4der modern, das Essen schmeckt und wir bekommen auf Wunsch Nachschlag \u2013 das ist nicht \u00fcberall so! Nach dem Mittagessen in der urigen Gaststube haben wir Sportler Freizeit. Es wird gechillt, einige spielen Schach oder sehen fern. Au\u00dferdem gibt es Handyzeit \u2013 abends werden die Ger\u00e4te wieder von den Trainern eingesammelt. Vor dem Abendessen ist eine kurze Laufeinheit angesetzt, um die Muskulatur zu lockern, im Anschluss steht die t\u00e4gliche Teambesprechung mit den Trainern an. Danach wird die Waffe gereinigt und wieder verschlossen. Um 21:30 ist Bettruhe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der erste Wettkampftag &#8211; die Spannung steigt!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Heute steht ein Sprintrennen an. Wie an jedem Wettkampftag bedeutet dies: 7:00 Uhr aufstehen, 7:15 Uhr lockerer Fr\u00fchsport, 7:45 Uhr Fr\u00fchst\u00fcck, 8:30 Uhr Abfahrt zum Stadion.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anspannung ist jetzt deutlich sp\u00fcrbar, auf der Fahrt ist es ruhig im Bus. Bei der Ankunft am Stadion herrscht bereits reges Treiben. Helfer, Trainer, Sportler und Zuschauer bev\u00f6lkern das Gel\u00e4nde. Trotz schlechter Wetterprognosen sind die Bedingungen f\u00fcr den Wettkampf der M\u00e4dchen gut, am Schie\u00dfstand gibt es kaum Wind, der Himmel ist locker bew\u00f6lkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Konrad ist schon seit einigen Stunden mit den Skiern besch\u00e4ftigt, er sucht die richtigen Schliffe und Strukturen und tr\u00e4gt verschiedene Wachse auf. Elena testet die Ski auf der Loipe, gibt R\u00fcckmeldung und dann wird entschieden, welche Skier am besten laufen. Wir Sportler sind guter Dinge, wenn Konrad wachst, haben wir immer \u201cRaketen\u201c unter den F\u00fc\u00dfen!<\/p>\n\n\n\n<p>Nun wird am Schie\u00dfstand angeschossen. Jeder Verband erh\u00e4lt zwei Schie\u00dfst\u00e4nde. Chris und Elena geben letzte Anweisungen, dann m\u00fcssen die M\u00e4dchen zum Start. Hanna und Elin machen sich auf den Weg. Es wird einzeln gestartet und zweimal geschossen, einmal liegend und einmal stehend. Ein kurzer Wettkampf, hier darf man es nicht langsam angehen, wenn man ein gutes Ergebnis m\u00f6chte. Wir Jungs haben noch Zeit und verteilen uns auf der Strecke, wo wir die M\u00e4dels anfeuern, besonders an den steilen Passagen des Rennens. Hier stehen auch Trainer mit Ersatzst\u00f6cken, Eltern und Zuschauer. Wann immer Athleten in Sichtweise kommen, wird es laut an der Strecke, aufmunternde Rufe mischen sich mit Traineranweisungen, manche Zuschauer haben Tr\u00f6ten oder Glocken dabei, um die Sportler anzufeuern.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir Jungs starten in unterschiedlichen Altersklassen, zuerst m\u00fcssen Johannes und Moritz ran, wir \u00c4lteren sind im Anschluss dran. Vor dem Start w\u00e4rmen wir uns gr\u00fcndlich auf und bekommen Transponder zur Zeitmessung angelegt. Jetzt muss alles bereit sein, die Magazine aufmunitioniert am Gewehr, au\u00dferdem einzelne Patronen f\u00fcr den Fall, dass eine Patrone am Schie\u00dfstand herausrepetiert wird. Auch der Schie\u00dfriemen am Oberarm muss sitzen. Bedauerlicherweise frischt der Wind auf und kommt in B\u00f6en, jetzt sind die Bedingungen am Schie\u00dfstand nicht mehr ideal. Der Himmel tr\u00fcbt sich zunehmend ein. Doch bevor der Schnee kommt, sind alle Wettk\u00e4mpfe beendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse des Teams sind unterschiedlich, manche \u00fcbertreffen die Erwartungen, andere haben Probleme am Schie\u00dfstand oder auf der Loipe. Die Leistungen werden nun analysiert und entsprechend dem Leistungsstand eingeordnet. Nach diversen krankheitsbedingten Ausf\u00e4llen ist Platz acht f\u00fcr mich in der Altersklasse U18\/19 schon ein gro\u00dfer Erfolg. Der zweite Platz in der Altersklasse U17 f\u00fcr Bj\u00f6rn sorgt f\u00fcr Freude im ganzen Team, er verteidigt damit seinen zweiten Rang in der Gesamtwertung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein sp\u00e4tes Mittagessen im Gasthof bringt wieder Leben in die Gruppe. Der Nachmittag geh\u00f6rt der Regeneration. Sp\u00e4ter wird ausgelaufen, gedehnt und der kommende Tag besprochen. Einige machen Hausaufgaben und Lernen auf den Zimmern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der zweite Wettkampftag \u2013 die Belastungen fordern ihren Tribut<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiteres Sprintrennen steht auf dem Programm. Der Samstag bringt Schneefall \u2013 eine Herausforderung f\u00fcr Konrad, da schwer einzusch\u00e4tzen ist, wie sich die Bedingungen auf der Loipe in den n\u00e4chsten Stunden \u00e4ndern. Es gilt erneut den idealen Ski zu finden und das richtige Wachs zu verwenden. Im Container wird auf dem Wachstisch unter Hochdruck gearbeitet, der Vater eines Athleten hilft beim Abziehen der Skier. Beide tragen Masken, die Schwei\u00dfperlen stehen ihnen auf der Stirn.<br>Drau\u00dfen sind die Trainer damit besch\u00e4ftigt, uns Sportler auf den neuen Wettkampf einzustimmen, letzte Gespr\u00e4che werden gef\u00fchrt, es braucht Motivation. Wir Sportler machen uns warm, nehmen isotonische Getr\u00e4nke oder Powerriegel zu uns, jeder hat seinen eigenen Ablauf. Elena achtet auf warme Kleidung bis kurz vor dem Start, da ist sie streng. Ohne M\u00fctze und Umziehklamotten braucht man nicht im Training oder zum Wettkampf zu erscheinen \u2013 das wissen wir alle!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dann startet das Rennen, die Loipe h\u00e4lt. Der b\u00f6ige Wind verhindert bei einigen Athleten ein besseres Ergebnis am Schie\u00dfstand. Die Ski laufen Spitze \u2013 Konrad hat wieder ganze Arbeit geleistet. Insgesamt ist die Gruppe zufrieden.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Nachmittag klagt Christian \u00fcber Schienbeinschmerzen und auch wir anderen sp\u00fcren die k\u00f6rperliche Belastung der beiden Wettk\u00e4mpfe. Ich f\u00fchle jeden Muskel in meinem K\u00f6rper und frage mich, wie ich den letzten Wettkampftag \u00fcberstehen soll. Dehn\u00fcbungen, Magnesium und Proteinshakes dienen der Regeneration ebenso wie lockeres Laufen am Nachmittag. An diesem Tag ist um 21:00 Uhr das Licht aus \u2013 Schlaf ist die beste Regeneration!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Letzter Wettkampftag der Saison \u2013 nochmal alles geben!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch der letzte Wettkampftag bringt Neuschnee, er ist nass und schwer. Heute steht das l\u00e4ngste Rennen auf dem Programm, ein Massenstart mit zweimal liegend und zweimal stehend schie\u00dfen. Rechtzeitig zum Start h\u00f6rt es jedoch auf zu schneien, die Trib\u00fcnen sind locker gef\u00fcllt und der Stadionsprecher verbreitet gute Laune und Spannung mit Musik und Infos von der Strecke.<br>Die Belastung des dritten Wettkampftages ist hoch. Eines der M\u00e4dchen \u00fcbergibt sich auf der Strecke und wird aus dem Rennen genommen, eine andere liegt nach dem Zieleinlauf minutenlang auf dem Boden und wird schlie\u00dflich von zwei Sanit\u00e4tern hinausbegleitet. Das ASV-Team ist nicht von Ausf\u00e4llen betroffen, zum Gl\u00fcck geht es allen gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim letzten Start des Tages stehen 30 Athleten meiner Altersklasse in drei Reihen hintereinander. Der Starter z\u00e4hlt runter, schie\u00dft und dann setzen wir uns alle auf einmal in Bewegung. Schnell laufen wir aus dem Stadion hinaus und den ersten Anstieg hoch, dort um die Kehre und dann geht es an der Stra\u00dfe entlang den Hang hinunter. Es ist eng und ich versuche nicht vom Stock eines anderen Athleten getroffen zu werden oder in der Kehre irgendwie in Bedr\u00e4ngnis zu geraten. Die M\u00fcdigkeit vom Vortag ist vergessen, Adrenalin und die Konkurrenten direkt neben mir treiben mich an. Auf der ersten Runde bleibt die Gruppe dicht beieinander und man muss h\u00f6llisch aufpassen, um niemandem auf den Ski zu steigen. Nach dem ersten Schie\u00dfen zieht sich das Feld dann auseinander. In der Strafrunde kreisen einige Sportler. An der Strecke wird eifrig angefeuert, jetzt hei\u00dft es, sich das Rennen gut einzuteilen und doch noch ein letztes Mal in dieser Saison alles aus sich herauszuholen. Am langen Anstieg stehen meine Teamkollegen, sie br\u00fcllen \u201eMichi, auf geht\u00b4s! Zieh durch! Hopp, hopp!\u201c. Christian l\u00e4uft neben mir her und br\u00fcllt mich an. Ich schaffe es, mich von meinem Hintermann zu l\u00f6sen. Sein Trainer br\u00fcllt \u201eLauf wieder ran!\u201c Ich h\u00f6re seinen schweren Atem und versuche meine Lauffrequenz noch einmal zu steigern. Wenn ich jetzt noch ein St\u00fcck wegkomme, hat er keinen Windschatten in der n\u00e4chsten Abfahrt. Am Ende des Bergs steht Elena. \u201eAuf geht\u00b4s Michi zieh dr\u00fcber, volle Konzentration am Schie\u00dfstand!\u201c, schreit sie in meine Richtung. Das spornt an. In der Abfahrt hei\u00dft es kurz durchatmen, dann der Einlauf in den Schie\u00dfstand. Der Puls kommt langsam etwas runter, ich liege gut im Rennen. Jetzt nur nicht anfangen zu denken! \u201eSauber abarbeiten\u201c, sagt Chris immer. Es kommen noch vier harte Runden.<br>Nach knapp vierzig Minuten kommen die ersten Athleten an den letzten Anstieg. Betreuer und Teamkollegen br\u00fcllen aus vollem Leib und laufen neben uns her. Noch 200 Meter bis ins Ziel, jetzt wird die letzte Kraft mobilisiert und in der Eins-Eins-Technik Richtung Ziellinie gesprintet. Der Stadionsprecher kommentiert das Geschehen aufgeregt, dann sind die ersten im Ziel. Ich schaffe eine gute Platzierung im vorderen Mittelfeld. Ausgepumpt und schwer atmend liegen wir im Schnee. Nach und nach kommen alle Athleten ins Ziel, manche liegen minutenlang am Boden, bis sie es schaffen, aufzustehen und den Bereich zu verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt wird ein letztes Mal die Waffe kontrolliert. Alle Magazine m\u00fcssen leer sein, die einzelnen Patronen werden von der Waffe genommen, sie kommen dem veranstaltenden Verein zugute. Es darf keine Munition am Gewehr verbleiben. Erst dann verlassen wir Biathleten den Platz, wir klatschen uns gegenseitig ab \u2013 geschafft!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der gro\u00dfe Traum vom Weltcup!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Siegerehrung f\u00fcr das letzte Rennen werden noch die Gesamtsieger und Platzierten des Deutschlandpokals geehrt. Alle Gruppen bleiben da und feiern die Erstplatzierten. Bj\u00f6rn hat das letzte Rennen der Saison gewonnen und h\u00e4lt Platz zwei in der Gesamtwertung \u2013 ein riesiger Erfolg! Im Aufenthaltsraum st\u00e4rkt man sich, dort l\u00e4uft die \u00dcbertragung des Biathlonweltcups. Gro\u00dfe Namen laufen durchs Bild, Johannes Boe, Benedikt Doll \u2013 die haben es in den ganz gro\u00dfen Sport geschafft!<br>Dann hei\u00dft es packen und die Heimreise antreten. Doch zuvor werden Fotos gemacht \u2013 das Team des ASV versammelt sich mit den Trainern vor dem Mannschaftsbus. Auf den Bildern sind m\u00fcde, aber strahlende Gesichter zu sehen. Die Saison ist geschafft, sie hatte ihre H\u00f6hen und Tiefen und nicht alle aus dem Team konnten ihre gesetzten Ziele erreichen, andere wiederum sind \u00fcber sich hinausgewachsen. Es besteht kein Zweifel, wir werden alle weiter machen, die Gruppe ist w\u00e4hrend der Saison noch st\u00e4rker zusammengewachsen. Ab Mitte April startet das Sommertraining. Biathleten werden im Sommer gemacht, hei\u00dft es. Und der Einsatz und die Entbehrungen sind es wert, denn der gro\u00dfe Traum vom Weltcupeinsatz lebt!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/insider.hogau.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Startbereich-in-Hohenzollern-Skistadion-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-846\" srcset=\"https:\/\/insider.hogau.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Startbereich-in-Hohenzollern-Skistadion-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/insider.hogau.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Startbereich-in-Hohenzollern-Skistadion-300x225.jpg 300w, https:\/\/insider.hogau.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Startbereich-in-Hohenzollern-Skistadion-768x576.jpg 768w, https:\/\/insider.hogau.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Startbereich-in-Hohenzollern-Skistadion.jpg 1321w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Startbereich im Hohenzollern Skistadion<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/insider.hogau.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Biathlon-Michael-2-e1719654804631-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-847\" srcset=\"https:\/\/insider.hogau.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Biathlon-Michael-2-e1719654804631-768x1024.jpg 768w, https:\/\/insider.hogau.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Biathlon-Michael-2-e1719654804631-225x300.jpg 225w, https:\/\/insider.hogau.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Biathlon-Michael-2-e1719654804631-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/insider.hogau.org\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Biathlon-Michael-2-e1719654804631.jpg 1156w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Michael Palicka, w\u00e4hrend des Rennens<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist Mittwoch, der 8. 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