Traumberuf Lehrerin – Frau Hackspiel

Seit Beginn des Schuljahres ist Frau Hackspiel nun schon Teil unserer Schulgemeischaft. Wie sie ihre Zeit als Referendarin am Gymnasium Hohenschwangau bisher erlebt hat und ob sich ihre Vorstellungen bei uns erfüllt haben, hat sie uns unter anderem in einem Interview verraten…

Haben Sie sich unsere Schule ausgesucht?

Nein, tatsächlich habe ich mir die Region Allgäu nicht gewünscht und vom Gymnasium Hohenschwangau habe ich davor noch nie gehört. Ich weiß, unverzeihlich! Aber ich bin im Nachhinein sehr glücklich hier gelandet zu sein!

Wie haben Sie es sich bei uns vorgestellt? – Wurden Ihre Vorstellungen bestätigt oder wurden Sie überrascht?

Ich war, nach dem ersten Schock, ziemlich schnell begeistert von der Idee hierher zu kommen. Die Landschaft ist ja wirklich ein Traum und ein angegliedertes Internat fand ich auch spannend. Die meisten positiven Vorstellungen haben sich bewahrheitet. Das Einzige, was sich nicht erfüllt hat, ist der Dialekt. Meine Eltern sind ursprünglich aus dem Westallgäu, von dort aber noch vor meiner Geburt weggezogen. Bevor ich herkam, hat meine Familie gewitzelt, dass ich hier ja endlich Allgäuerisch lernen würde. Aber es sprechen tatsächlich so wenige Dialekt, dass ich es wohl nicht schaffen werde.

Haben/Hatten Sie Respekt/Angst davor, während Corona mit Ihrem Referendariat anzufangen?

Eigentlich nicht! Es ist natürlich eine besondere Situation, aber das Referendariat ist immer eine extreme Zeit. Da ändert Corona auch nicht so viel dran.

Sind sie glücklich/zufrieden mit ihren Klassen?

Auf jeden Fall, meine Klassen sind sehr nett.

Ist es schwer, das erste Mal eine eigene Klasse zu unterrichten (vor allem während der Corona-Pandemie, also online)?

Es ist auf jeden Fall viel Neues auf einmal, da man ja alles zum ersten Mal macht. Also das erste Mal Unterricht vorbereitet und hält, das erste Mal Exen und Schulaufgaben erstellt und korrigiert und gleichzeitig hat man noch die Kontrolle, ob man auch alles ordentlich macht. Während Corona kommt dann natürlich noch dazu, dass man sich zusätzlich zu den ohnehin schon vielen neuen Dingen noch in digitale Plattformen und Unterrichtsmethoden einarbeiten muss, obwohl das vermutlich schneller geht, wenn man noch jung ist, aber machen muss man es trotzdem.

Wie war ihre Schulzeit?

Meine Schulzeit war schön. Natürlich gibt es immer Fächer und Lehrer, die man lieber mag als andere. Aber insgesamt bin ich gerne in die Schule gegangen. Ich beneide allerdings ein bisschen die Schüler, die jetzt wieder G9 haben, weil wir damals (als G8 gerade eingeführt wurde) extrem viel Nachmittagsunterricht hatten.

Finden Sie, es hat sich von ihrer zu unserer Schulzeit viel verändert?

Es hat sich weniger verändert, als ich dachte. In meiner Schulzeit wurden gegen Ende Smartphones beliebt. Ich habe mir vorgestellt, dass es sehr schwer wäre, diese konsequent zu verbieten im Unterricht. Das hat sich aber nicht bewahrheitet. Allerdings haben sich die Medien im Unterricht schon verändert. Ich hatte noch Unterricht mit Tageslichtprojektoren und Fernsehgeräten zum Schieben.

Wussten Sie schon immer, dass sie Lehrerin werden wollten oder was hat Sie dazu bewegt, Lehrerin zu werden?

Schon immer wusste ich es nicht. Meine Eltern haben andere Berufe. Ich wusste lange Zeit, dass ich studieren möchte, aber keinen Bürojob will. Ich habe während der Schulzeit schon jüngere Kinder im Sportverein betreut und so kam ich auf die Idee, Lehrerin zu werden.

Ist Lehrerin ihr Traumberuf?

Absolut! Obwohl das Referendariat anstrengend ist, merke ich (fast) jeden Tag, dass mir mein Beruf total Spaß macht.

Was fanden Sie „schlimmer“: Schule oder Studium?

Puh, das ist eine gute Frage. Es hat beides Vor- und Nachteile. Ich fand Schule nie wirklich schlimm. Das Studium ist gerade in der ersten Zeit schon toll, da man etwas mehr Freiheiten hat, vielleicht auszieht und neue Erfahrungen macht.  Das ist alles sehr spannend. Dafür muss man, zumindest als Lehrer, am Ende Examen schreiben und das würde am ehesten den Titel „schlimm“ verdienen.

Haben Sie irgendeine witzige Geschichte aus ihrer Schul-  bzw. Studienzeit, die sie mit uns teilen würden?

Ich habe in Kunst mündliche Abiturprüfung gemacht. Dabei interpretiert man ein Bild oder Ähnliches. Bei mir war es eine Werbung für ein Parfum. Ich legte also los mit meiner Analyse. Mein Kunstlehrer stellte mir zwischendurch eine kritische Frage, woraufhin die Beisitzerin meinem Lehrer widersprach. Es entspann sich eine hitzige Diskussion zwischen den beiden. Währenddessen verstrich die Zeit meiner Prüfung, worüber ich natürlich nicht unglücklich war. Letztendlich bekam ich eine gute Note und  meine Lehrer wurden mir noch etwas sympathischer.

„Wichtigste Frage“: Von wo kommen Sie? (Jeder Lehrer kommt aus Franken)

Ich bin in Dachau bei München aufgewachsen und habe in München und Jena studiert. Also nicht aus Franken 😉

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